Von wegen Gemütlichkeit: Die letzten linken Studierenden sitzen in Jena

Das Interview [auch die Kommentare lesen =) ] schlug hohe Wellen, „Sie sind unter uns“ wird getitelt oder und alles in den richtigen Zusammenhang gebracht. Auch das Campusradio positioniert sich („[…]um sich dem braunen Treiben zu widersetzen wird in Dresden eine antifa organsiert um den Widerstand zu demonstrieren[…]“ Achso?): Wir sind dagegen. Fast drollig erscheint in diesem Zusammenhang, dass die unsäglichste Meinung von einem Unique-Redakteur höchstpersönlich stammt, mit dem eigentlichen Thema („Sollten wir Rechten wirklich einen Sendeplatz geben?“) anscheinend nichts zu tun hat und nur hier überhaupt Erwähnung findet:

Der dritte Weltkrieg
Hallo, mein Name ist Luca. Ich bin heute 6 Jahre alt. Ich würde bald in die Schule kommen, wenn ich für meine Mama und meinen Papa damals nicht gerade zu einer ungünstigen Zeit gekommen wäre. Es ist Krieg. Nur anders als wir es uns jemals vorgestellt haben. In diesem Krieg gibt es nur Verlierer. Wir sind Opfer und Täter gleichzeitig. Das Ziel unseres Krieges ist die Selbstverwirklichung. Dafür sind wir bereit einen hohen Preis zu zahlen. Wir opfern uns auf und kämpfen hart. Ging es im Zweiten Weltkrieg um die Verwirklichung einer kollektiven Rasselehre, so ist es nun die Verwirklichung desIndividuums. Das „unwerte“ Leben sind nun die mehr als 100.000 Föten, die allein in Deutschland jedes Jahr getötet werden. Dabei sind weniger als 3% aller Abtreibungen medizinisch oder kriminell begründet. Bedenkt man, dass dieser Krieg nun schon viele Jahrzehnte andauert, hat er vermutlich schon die größte Zahl an unbeteiligten und zivilen Opfern aller bisherigen Kriege. Wir verstecken uns so sehr hinter der Frage „Wann ist ein Mensch ein Mensch?“, dass wir ganz verpassen darüber nachzudenken, was das Töten unmoralisch macht. Ist es vielleicht doch grundsätzlich falsch, weil man das Opfer seiner Zukunft beraubt? Das sagt zumindest Don Marquis‘ „Valuable-future-like-ours“-Theorie. Das gilt dann ja auch für den ungeborenen Menschen im Mutterleib.1

  1. http://www.unique-online.de/ausgaben/unique_ausgabe_45.pdf, S. 15 [zurück]

1 Antwort auf “Von wegen Gemütlichkeit: Die letzten linken Studierenden sitzen in Jena”


  1. 1 link 29. Januar 2009 um 21:22 Uhr

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